Raum Leichtathletik
Jahr: 1983
Leihgeber: Christine Laser
Christine Laser gehörte in den 1970er Jahren zu den erfolgreichsten Leichtathletinnen des SC Turbine Erfurt. Als Fünfkämpferin gewann sie 1976 bei den Olympischen Spielen in Montreal die Silbermedaille. Dabei erzielte sie dieselbe Punktzahl wie ihre Vereinskameradin und Olympiasiegerin Siegrun Siegl, die Entscheidung fiel erst über die damalige Mehrkampfregel. Mit mehreren DDR-Meistertiteln und drei Olympia-Teilnahmen zählt sie zu den Weltklassesportlerinnen des Erfurter Sports.
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Shirt SC Turbine Erfurt von Christine Laser - Frontansicht Foto: © Dirk Urban
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Shirt SC Turbine Erfurt von Christine Laser - Rückansicht Foto: © Dirk Urban
Jahr: in ihrer aktiven Zeit
Leihgeber: Christine Laser
Jahr: 1980
Leihgeber: Nachlass Hartwig Gauder
Diese Staatsratsurkunde dokumentiert die Verleihung des Ehrentitels „Verdienter Meister des Sports“ an Hartwig Gauder im Jahr 1980. Die Auszeichnung gehörte zu den höchsten staatlichen Ehrungen für herausragende Leistungen im DDR-Spitzensport. Gauder erhielt sie nach seinem Olympiasieg über 50 Kilometer Gehen bei den Spielen in Moskau. Später folgten der Europameistertitel 1986, der Weltmeistertitel 1987 und eine weitere olympische Medaille 1988.
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Staatsratsurkunde „Verdienter Meister des Sports“ - Deckblatt Urkunde Foto: © Dirk Urban
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Staatsratsurkunde „Verdienter Meister des Sports“ - Urkunden Inschrift für Hartwig Gauder Foto: © Dirk Urban
Jahr: 1991
Leihgeber: Nachlass Hartwig Gauder
Pokal zum IX. Internationalen Geher-Cup 1991 für Hartwig Gauder. Der Erfurter Olympiasieger gehörte auch nach 1990 weiterhin zur internationalen Spitze und gewann 1991 noch eine WM-Bronzemedaille für die gesamtdeutsche Mannschaft. Das Exponat erinnert an die lange Weltklassekarriere eines der erfolgreichsten Geher des SC Turbine Erfurt.
Jahr: 1969
Leihgeber: Stadtmuseum Erfurt
Diese Goldmedaille erinnert an Dieter Fromms Sieg über 800 Meter im Jahr 1969. Der Läufer des SC Turbine Erfurt gewann in diesem Jahr bei den Europameisterschaften in Athen den Titel und wurde zuvor bereits Halleneuropameister in Belgrad. Mit seiner Hallenzeit von 1:46,6 Minuten stellte er zudem eine Weltbestleistung auf, die mehr als zehn Jahre Bestand hatte.
Die Medaille markiert den Höhepunkt einer internationalen Laufbahn, in der Fromm seit der zweiten Hälfte der 1960er Jahre zur europäischen Spitze über 800 Meter gehörte. Bereits 1966 gewann er Silber bei den Junioreneuropameisterschaften, 1968 und 1972 erreichte er olympische Finals, 1971 wurde er Vizeeuropameister und 1974 stand er noch einmal in einem EM-Finale. Seine Karriere endete 1976 nach einer Achillessehnenverletzung kurz vor den Olympischen Spielen in Montreal.
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Pokal Weltrekord Belgrad 1969 für Dieter Fromm - Frontansicht Foto: © Dirk Urban
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Pokal Weltrekord Belgrad 1969 für Dieter Fromm - Seitenansicht Foto: © Dirk Urban
Jahr: 1969
Leihgeber: Dieter Fromm
Diesen Pokal erhielt Dieter Fromm für seinen Hallen-Weltrekord über 800 Meter, den er in Belgrad im Jahr 1969 aufstellte. Mit einer Zeit von 1:46,6 Minuten stellte der Läufer des SC Turbine Erfurt eine neue Bestmarke auf. Der Rekord war Teil seines erfolgreichsten Wettkampfjahres, in dem Fromm außerdem Halleneuropameister und Europameister wurde. Der in Belgrad aufgestellte Hallen-Weltrekord hielt fast acht Jahre.
Jahr: Um 1973
Leihgeber: Stadtmuseum Erfurt
3.21. Staffelstab „DM 1966 3 x 1000 m Staffel in Halle. DDR-Meister Dieter Hermann, Manfred Matusch(e)wski, Dieter Fromm“
Jahr: 1966
Leihgeber: Dieter Fromm
Staffelstab der DDR-Meisterschaft 1966 in der 3-mal-1000-Meter-Staffel. Für den SC Turbine Erfurt liefen Dieter Herrmann, Manfred Matuschewski und Dieter Fromm. Der Titel steht für eine Phase, in der der Erfurter Mittelstreckenlauf zur nationalen Spitze gehörte.
Alle drei Athleten prägten den Verein auch über diesen Erfolg hinaus. Dieter Herrmann wurde später vor allem als erfolgreicher Lauftrainer bekannt; als aktiver Athlet war er mehrfacher DDR-Meister im Hindernislauf. Manfred Matuschewski gewann zwei Europameistertitel über 800 Meter, nahm zweimal an Olympischen Spielen teil und wurde 17-mal DDR-Meister. Dieter Fromm gehörte seit den späten 1960er Jahren zu den besten 800-Meter-Läufern Europas, wurde 1969 Europa- und Halleneuropameister und erreichte 1968 und 1972 olympische Finals.
Jahr: 1980/1989
Leihgeber: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig/Sportmuseum
Dagmar Neubauer gehörte in den 1980er Jahren zu den erfolgreichen Leichtathletinnen des SC Turbine Erfurt. Die auf den 400-Meter-Lauf spezialisierte Läuferin gewann 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul Bronze mit der 4-mal-400-Meter-Staffel der DDR und erreichte im Einzel das Halbfinale. Bereits zuvor hatte sie mit der Staffel 1983 und 1987 Weltmeistertitel sowie 1982 den Europameistertitel gewonnen. Mit weiteren Medaillen bei Halleneuropameisterschaften und mehreren DDR-Meistertiteln zählt sie zu den prägenden Erfurter Leichtathletinnen ihrer Zeit.
Jahr: 2000
Leihgeber: Nils Schumann
Das Foto zeigt den Zieleinlauf des 800-Meter-Finals bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney. Nils Schumann gewann das Rennen in 1:45,08 Minuten und errang damit die Goldmedaille. Der Erfurter Leichtathlet wurde so zum ersten deutschen Olympiasieger über 800 Meter seit Dieter Fromm 1968 vom damaligen SC Turbine Erfurt. Nils Schumann schrieb einen der größten Erfolge der deutschen Leichtathletik nach 1990. Das Bild hält den entscheidenden Moment eines außergewöhnlichen sportlichen Triumphs fest, Schumann trägt dabei die ausgestellten Spikes.
1983
Christine Laser
Henry Lauterbach gehörte zu den erfolgreichen Leichtathleten des SC Turbine Erfurt. Der Hoch- und Weitspringer nahm 1976 und 1980 an Olympischen Spielen teil. Im Hochsprung wurde er DDR-Hallenmeister 1979 und erreichte bei den Europameisterschaften 1978 Platz vier. Seine persönliche Bestleistung lag bei 2,30 m. Im Weitsprung gewann er bei den Halleneuropameisterschaften 1982 in Mailand den Titel; seine Bestweite betrug 8,35 m, erzielt 1981 in Erfurt.
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Trainingsjacke „SC Turbine Erfurt“ mit Unterschrift von Henry Lauterbach - Frontansicht Foto: © Dirk Urban
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Trainingsjacke mit weißem „SC Turbine Erfurt“ Schriftzug auf dem Rücken Foto: © Dirk Urban
Jahr: aus seiner aktiven Zeit
Leihgeber: Henry Lauterbach
Jahr: 1996
Leihgeber: Andreas Müller
Das ausgestellte Foto zeigt (von links) die heutige Paralympics Leichtathletik-Bundestrainerin Marion Peters, eine Sportlerin mit Bronzemedaille, Isabelle Foerder mit Silbermedaille und Andreas Müller mit Goldmedaille.
Isabelle Foerder ist eine erfolgreiche Erfurter Leichtathletin im Behindertensport, die beim TSV Erfurt bzw. dem HSC Erfurt trainiert und seit 1996 immer wieder an dem Paralympischen Spielen teilgenommen hat. Ihre größten Erfolge Silbermedaillen im 100- und 200-Meter-Sprint bei verschiedenen Paralympischen Spielen und mehrere Goldmedaillen bei Europameisterschaften.
Andreas Müller gewann 1996 paralympisches Gold im Diskuswerfen und wurde mehrmals Weltmeister und Weltrekordler. Auch er startete für den HSC Erfurt. Heute ist er Ehrenbürger der Stadt Erfurt.
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Wimpel: SC Turbine Erfurt - Blau-Weiß mit Vereinslogo und Sportpiktogrammen Foto: © Dirk Urban
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Wimpel: SC Turbine Erfurt - Blau-Weiß mit rotem Erfurt Rad und Schriftzug Foto: © Dirk Urban
Jahr: Ende 1980er Jahre
Leihgeber: Annerose König
Der Sportclub „SC Turbine Erfurt“ ging als staatlich geförderter Verein 1954 aus der Betriebssportgemeinschaft (BSG) Turbine Erfurt hervor. Er war ein Aushängeschild der Sportvereinigung Turbine, die anfangs im DDR-Sportsystem mit ihrer Orientierung an den Gewerkschaften der Energie-Gewerkschaft zugeordnet war. Von Beginn an stand der Leistungssport im Mittelpunkt. Die Athleten sollten als „Botschafter im Trainingsanzug“ das Prestige der DDR mehren. Der „SC Turbine Erfurt“ bildete von den 1960er-Jahren bis zur deutschen Wiedervereinigung 1990 ein Rückgrat des DDR-Leistungssports. Besonders in den Disziplinen Leichtathletik, Schwimmen, Radsport und Eisschnelllaufen brachte er zahlreiche Weltmeister und Olympiasieger hervor. Die Turbine-Fußballer, 1954 und 1955 DDR-Meister, wurden 1966 als eigenständiger FC Rot-Weiß Erfurt ausgegliedert.
Namen: S. Siegel, J. Klier, I. Kleber, G. Walter, V. Beck, H. Gauder, H.-J. Jacobi, Ch. Laser, D. Rübsam, B. Liebich, H. Ullrich, J. Walter, D. Macha, H. Hossfeld
Jahr: 1980
Leihgeber: Stadtmuseum Erfurt
Trinkglas des „SC Turbine Erfurt“ mit den Namen von Olympiateilnehmerinnen und Olympiateilnehmern des Jahres 1980. Es erinnert an die sportliche Breite des Vereins, der bei den Spielen von Moskau mit Athletinnen und Athleten aus Leichtathletik, Schwimmen und Radsport vertreten war. Mit Volker Beck und Hartwig Gauder stellte der „SC Turbine Erfurt“ zwei Olympiasieger, mit Johanna Klier zudem eine Silbermedaillengewinnerin. Das Glas steht damit für einen Höhepunkt der olympischen Präsenz des Erfurter Clubs.
Jahr: vor 1991
Leihgeber: Dr. Torsten Meisel
Diese Armbanduhr bekam Thorsten Meisel vom „SC Turbine Erfurt“ anlässlich seines Spartakiade-Siegs 1989 in Berlin überreicht. Uhren oder andere Geschenke wurden vom Club bei guten bis sehr guten Leistungen als Auszeichnung überreicht. Henry Lauterbach erhielt beispielsweise zum Ende seiner sportlichen Laufbahn beim „SC Turbine Erfurt“ Bettwäsche.
Jahr: 1978
Leihgeber: Johanna Klier
Johanna Klier, Trainer Eberhard König und Gudrun Behrend (SC Chemie Halle)
Jahr: 1980
Leihgeber: Johanna Klier
Das Foto zeigt Johanna Klier und Volker Beck, beide vom SC Turbine Erfurt, bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau mit ihren dort gewonnenen Medaillen. Johanna Klier errang Silber über 100 Meter Hürden. Volker Beck gewann Gold über 400-Meter-Hürden und zusätzlich Silber mit der 4-Mal-400-Meter-Staffel der DDR.
Johanna Klier, damals bereits eine der erfolgreichsten Hürdensprinterinnen der DDR, hatte schon 1976 in Montreal olympisches Gold über 100-Meter-Hürden gewonnen. Hinzu kamen der Europameistertitel 1978 über 100-Meter-Hürden, Bronze mit der 4-Mal-100-Meter-Staffel bei denselben Europameisterschaften sowie ein Sieg über 60-Meter-Hürden bei den Halleneuropameisterschaften 1978.
Volker Becks Goldmedaille von Moskau war der größte Erfolg seiner Laufbahn. Darüber hinaus gewann er 1977 und 1981 den Europacup, wurde mehrfach DDR-Meister über 400-Meter-Hürden und blieb 1977 als erster Deutscher unter 49 Sekunden in dieser Disziplin.