Raum Schwimmen

5.2. Plakat der 3. Sport-Fotoschau der DDR, Cornelia Ender und Roland Matthes

Foto:  Plakat der 3. Sport-Fotoschau der DDR, Cornelia Ender und Roland Matthes Foto: © Stadtgeschichtliches Museum Leipzig/Sportmuseum

Jahr: 1977
Leihgeber: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig/Sportmuseum

Dieses Schrift- und Bildplakat wirbt für die 3. Sportfotoschau der DDR, die vom 23. Juli bis 21. August 1977 in Leipzig stattfand. Es zeigt die Schwimmer Roland Matthes und Cornelia Ender, lediglich mit ihren Medaillen bekleidet, und inszeniert sie als prominente Gesichter des DDR-Spitzensports. Beide gehörten zu den erfolgreichsten Schwimmern ihrer Zeit; ein Jahr nach Entstehung des Plakats heirateten sie und galten in der DDR als bekanntes Sportlerpaar.

5.3. Foto: Marlis Grohe mit Roland Matthes beim Training

Foto: Marlis Grohe mit Roland Matthes beim Training Foto: © Dirk Urban

Jahr: 1970er
Leihgeber: SWE Bäder GmbH, Erfurt

Dieses Teilnehmerdiplom der Olympischen Spiele 1968 in Mexiko-Stadt für Marlis Grohe erinnert an ihre dortige Teilnahme. Grohe, 1940 in Erfurt geboren, war zunächst selbst erfolgreiche Schwimmerin bei Turbine Erfurt, wurde 1955 DDR-Meisterin über 200-Meter-Brust und stellte DDR-Rekorde über 100 und 200 Meter auf. Nach dem krankheitsbedingten Ende ihrer aktiven Laufbahn arbeitete sie ab 1959 als Schwimmtrainerin, 1973/74 und 1984 bis 1987 auch als Cheftrainerin beim SC Turbine Erfurt. Besonders bekannt wurde sie als Trainerin von Roland Matthes, den sie über Jahre betreute. Sie starb bereits im November 1990.

5.4. Silbermedaille (Nachbildung) mit Vorder- und Rückansicht von Roland Matthes, Olympische Spiele Mexiko

Jahr: 1968
Leihgeber: Stadtmuseum Erfurt

Die Silbermedaille erinnert an Roland Matthes’ olympische Erfolge bei den Spielen 1968 in Mexiko-Stadt. Neben Gold über 100- und 200-Meter-Rücken gewann der Schwimmer des „SC Turbine Erfurt“ Silber mit der 4 × 100-Meter-Lagenstaffel. Mit insgesamt acht olympischen Medaillen, 16 Weltrekorden und jahrelanger Dominanz im Rückenschwimmen zählt Matthes zu den bedeutendsten Schwimmern des 20. Jahrhunderts.

5.6. Foto: Jutta Langenau

Foto: Jutta Langenau im Jahr 1951 Foto: © Stadtgeschichtliches Museum Leipzig/Sportmuseum

Jahr: 1951
Leihgeber: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig/Sportmuseum

Das Foto zeigt die Erfurter Schwimmerin Jutta Langenau im Jahr 1951. Die Aufnahme entstand in einer frühen Phase ihrer Laufbahn, in der sie bereits zu den auffälligen Talenten des Erfurter Schwimmsports gehörte. Später wurde Langenau 1954 Europameisterin über 100-Meter-Schmetterling in Weltrekordzeit und gewann damit den ersten Europameistertitel für die DDR im Schwimmen. Außerdem nahm sie 1956 an den Olympischen Spielen in Melbourne teil.

5.7. Goldmedaille von Jutta Langenau (Nachbildung) bei den Schwimmeuropameisterschaften in Turin

Jahr: 1954
Leihgeber: Stadtmuseum Erfurt

Die Schwimmerin Jutta Langenau (1933–1982) ist als erste internationale Titelträgerin der späteren Sportweltmacht DDR in die Geschichte eingegangen. 1954 gewann sie bei den Europameisterschaften in Turin Gold über die 100 m Schmetterling. Die gebürtige Erfurterin bildet damit das erste Glied einer langen Kette von Spitzensportlern, die als „Diplomaten im Trainingsanzug“, als Weltmeister und Olympiasieger das Prestige der DDR steigern und die Identifikation mit dem deutschen Teilstaat im Innern stärken sollten. Das 1974 gegründete Museum für Stadtgeschichte, das heutige Stadtmuseum „Haus zum Stockfisch“, hat deshalb von Klaus Peter Brozatus diese hochwertige Kopie der Goldmedaille von 1954 anfertigen lassen. Sie ist eines der Highlights der sportgeschichtlichen Sammlung.

5.9. Ehrenurkunde „World Swimmer Award“ für Roland Matthes

Foto: Ehrenurkunde „World Swimmer Award“ für Roland Matthes Foto: © Dirk Urban

Jahr: 1973
Leihgeber: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig/Sportmuseum

Diese Ehrenurkunde wurde Roland Matthes im November 1973 vom Fachmagazin Swimming World verliehen. Sie zeichnet den Turbine-Erfurt-Athleten für den ersten Platz in der Weltrangliste über 100- und 200-Meter-Rücken aus. Das Diplom dokumentiert die internationale Anerkennung für Matthes’ Leistungen in einer Saison, in der er bei den ersten Schwimm-Weltmeisterschaften zwei Weltmeistertitel gewann und über 200-Meter-Rücken einen Weltrekord aufstellte.

5.10. Foto: Birte Weigang bei den DDR-Meisterschaften

Foto: Birte Weigang bei den DDR-Meisterschaften Foto: © Bundesarchiv

Jahr: 21.06.1987
Leihgeber: Bundesarchiv

Birte Weigang, hier bei den DDR-Meisterschaften am 21.06.1987 beim 200-Meter-Schmetterling-Wettkampf bei der Wende. Sie feierte ihre ersten Erfolge mit dem SC Turbine Erfurt als Rückenschwimmerin, ganz in der Tradition von Roland Matthes. Ihr größter Erfolg in dieser Disziplin war der Gewinn der Europameisterschaft in 100-Meter-Rücken im Jahr 1985. Sie wechselte zum Schmetterlingsstil und wurde mit der 4 x 100-Meter-Lagenstaffel der DDR 1988 in Seoul Olympiasiegerin. Bei diesen Spielen gewann sie Silbe im 100- und 200-Meter-Schmetterlings-Wettkampf.

Birte Weigang wurde der Sport in die Wiege gelegt, sie ist die Tochter des ehemaligen Fußballers des Jahres der DDR Horst Weigang.

5.11. Goldmedaille von Cornelia Sirch, Olympische Spiele Seoul

Jahr: 1988
Leihgeber: Cornelia Sirch

Goldmedaille von Cornelia Sirch aus dem Etui der Olympischen Spiele 1988 in Seoul. Die Schwimmerin des SC Turbine Erfurt gewann sie mit der 4 × 100-Meter-Lagenstaffel der DDR; hinzu kamen zwei Bronzemedaillen über 100- und 200-Meter-Rücken. Sirch gehörte in den 1980er Jahren zur Weltspitze des Rückenschwimmens: Sie war zweimal Weltmeisterin über 200-Meter-Rücken und gewann zwischen 1983 und 1987 insgesamt sechs Europameistertitel.

5.12. Goldmedaille von Cornelia Sirch, World Swimming Championships Madrid

Jahr: 1986
Leihgeber: Cornelia Sirch

Video: Cornelia Sirch spricht über ihre sportlichen Erfolge und Olympia © Stadtmuseum Erfurt/Cornelia Sirch

5.13. Foto: Cornelia Sirch auf der Siegertreppe sitzend

Jahr: in ihrer aktiven Zeit
Leihgeber: Cornelia Sirch