Raum Doping
Jahr: nach 1973
Leihgabe: DDR Museum Berlin GmbH
Die „Goldmedaille für treue Dienste im Gesundheits- und Sozialwesen“ war eine staatliche Auszeichnung der DDR. Sie wurde seit 1973 an Beschäftigte verliehen, die über viele Jahre im Gesundheits- und Sozialwesen tätig waren. Die goldene Stufe stand für 30 Jahre Dienstzeit und würdigte langjährige berufliche Treue und Einsatzbereitschaft. Die Auszeichnung gab es auch in Silber für 20 Jahre und in Bronze für 10 Jahre Dienstzeit und konnte auch an Beschäftigte des Sportmedizinischen Dienstes (SMD) verliehen werden, der organisatorisch dem Gesundheitswesen zugeordnet war.
-
„Turinabol-Depot, VEB Jenapharm“ Foto: © Dirk Urban
-
„Turinabol-Depot, VEB Jenapharm“ Foto: © Dirk Urban
-
„Turinabol-Depot, VEB Jenapharm“ Foto: © Dirk Urban
Jahr: 1970 - 1980
Leihgeber: Deutsches Apothekenmuseum Heidelberg
„Turinabol-Depot“ war ein injizierbares anaboles Steroidpräparat aus dem Umfeld des VEB Jenapharm. Es wurde in den 1970er Jahren im DDR-Leistungssport eingesetzt. Als anaboles Steroid fiel es seit Mitte der 1970er Jahre unter das Dopingverbot, im DDR-Sport wurde es ab 1978 offenbar nicht mehr verabreicht. Die hier ausgestellte Faltschachtel enthält Ampullen.
-
Oral-Turinabol 5 mg, VEB Jenapharm Foto: © Dirk Urban
-
Oral-Turinabol 5 mg, VEB Jenapharm Foto: © Dirk Urban
-
Oral-Turinabol 1 mg und 5 mg, VEB Jenapharm Foto: © Dirk Urban
Jahr: 1970 - 1980
Leihgeber: Deutsches Apothekenmuseum Heidelberg
Oral-Turinabol des VEB Jenapharm war ein anaboles Steroidpräparat und wurde in der DDR unter anderem als Tabletten zu 1 mg und 5 mg hergestellt. Seit Ende der 1960er Jahre kam es im DDR-Leistungssport systematisch als Dopingmittel zum Einsatz und galt dort als Standardpräparat. Oral-Turinabol förderte den Muskelaufbau und die Leistungssteigerung, konnte aber schwere gesundheitliche Schäden verursachen, darunter Leberschäden, Bluthochdruck, Hormonstörungen und andere langfristige Folgeschäden. Die hier ausgestellte Faltschachtel enthält Blister.