Zwischen Fiktion und Wirklichkeit: Die NSU-Morde in Literatur und Fotografie

07.10.2020 19:30 – 07.10.2020 21:30

20 Jahre nach Beginn der rassistischen Mordserie der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) lesen und diskutieren die Schriftstellerin und Journalistin Jana Simon, der Autor Wolfgang Schorlau und die Fotokünstlerin Paula Markert vor dem Hintergrund nicht abreißender rechtsradikaler Gewalttaten und der Serie von Morddrohungen unter dem Kürzel "NSU 2.0".

Ein altes Haus in Erfurt.
Foto: © Lutz Edelhoff
07.10.2020 21:30

Zwischen Fiktion und Wirklichkeit: Die NSU-Morde in Literatur und Fotografie

Genre Veranstaltung
Veranstalter Stadtverwaltung Erfurt, Erinnerungsort Topf & Söhne sowie die Herbstlese Erfurt e. V., Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e. V. und Stiftung Ettersberg / Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße
Veranstaltungsort Kultur: Haus Dacheröden, Anger 37, 99084 Erfurt

Lesung und Diskussion mit Jana Simon, Wolfgang Schorlau und Paula Markert

Moderation: Dr. Jochen Voit, Leiter der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße in Erfurt

20 Jahre nach Beginn der rassistischen Mordserie der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) lesen und diskutieren die Schriftstellerin und Journalistin Jana Simon, der Autor politischer Kriminalromane Wolfgang Schorlau und die Fotokünstlerin Paula Markert vor dem Hintergrund nicht abreißender rechtsradikaler Gewalttaten und der Serie von Morddrohungen unter dem Kürzel "NSU 2.0".

Der Abend findet im Rahmen der Fotoausstellung Eine Reise durch Deutschland. Die Mordserie des NSU von Paula Markert statt, die auf Initiative der Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e. V. im Oktober im Kultur: Haus Dacheröden zu sehen ist. Quer durch Deutschland hat Paula Markert Orte und Menschen besucht, die mit dem NSU-Komplex in Verbindung stehen. Entstanden ist eine eindrucksvolle Kombination aus Fotos und Texten.

Jana Simons Reportagen und Porträts einzelner Menschen erzählen viel über unsere Gesellschaft als Ganzes. Das gilt auch für ihre Texte über einen Thüringer Polizisten, den bis heute die Frage quält, ob der NSU hätte verhindert werden können, wenn ein Polizeieinsatz in Jena im Jahr 1998, an dem er teilnahm, anders verlaufen wäre.

Wolfgang Schorlau seziert mit den Mitteln des Kriminalromans die Schattenseiten unserer Gesellschaft. Sein Held, der Privatermittler Georg Dengler, taucht in seinem achten Fall Die schützende Hand tief in das Netz von Neonazis und Verfassungsschutz ein.

Eintritt: 8,- / 6,- €.
Kartenverkauf ab 31.08.2020:

Herbstlese-Geschäftsstelle, Anger 37, 0361 644-123 75, www.herbstlese.de

Ticket Shop Thüringen, 0361 227-5 227, www.ticketshop-thueringen.de

Hugendubel am Anger und im Thüringen-Park

In Zusammenarbeit mit
Erfurter Herbstlese e. V.
Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e. V.
Stiftung Ettersberg / Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße