Patrizierhaus Krönbacken: Mittelalterliches Altstadtdenkmal startet Ende Juni in die Sommersaison 2026
Europaweit einzigartiges bauhistorisches Denkmal öffnet seine Türen
Das Haus „Zum güldenen Krönbacken“ in der Michaelisstraße 10 ist ein europaweit einmaliges bauhistorisches Denkmal. Unter dem Titel „Krönbacken roh – Unter Dach und Fach“ offenbart das historisch wertvolle Gebäude als zentrales Exponat weitreichende Details über das Leben der reichen Patrizier im Mittelalter. Neben Erkenntnissen aus der wissenschaftlichen Erforschung des Hauses selbst gibt es hier archäologische und steinerne Schätze aus Mittelalter und Renaissance in Form eines Schaudepots zu entdecken. In der Ausstellung „Die Spur der Steine“ werden bis dato noch nie gezeigte Objekte aus neun Jahrhunderten musealer Steinsammlung präsentiert. In den vergangenen Jahren wurde der Krönbacken in Erfurt von über 110.000 Gästen besucht.
Im Rahmen der Denkmaltage Erfurt finden kostenfrei öffentliche Kuratorenführungen statt. Am Dienstag, dem 8. September, sowie am Donnerstag, dem 10. September, lädt Tim Erthel um jeweils 14:00 Uhr zur gemeinsamen Besichtigung ein. Während der knapp 90-minütigen Rundgänge gibt der Historiker detailreiche Einblicke in die Geschichte des Hauses. Individuelle Führungen können über die Erfurt Tourist Information am Benediktsplatz 1, via E-Mail an info@erfurt-tourismus.de oder telefonisch unter 0361 66400 angefragt werden.
Über das Objekt
Das bauliche Kleinod rund um den Krönbacken entstand in mehreren Bauphasen vom 13. bis ins 16. Jahrhundert hinein als Wohn- und Geschäftshaus verschiedener Patrizierfamilien. Seine mittelalterliche Bausubstanz ist deutschlandweit einzigartig. Gemeinsam mit dem Speichergebäude aus dem Jahr 1467, der Michaeliskirche und weiteren Gebäuden der Umgebung bildet das Haus ein besonderes historisches Ensemble. Wie kein anderes Gebäude in der Altstadt ist hier ein großes Wohnhaus aus Mittelalter und Renaissance in seiner ursprünglichen Form erhalten und öffentlich zugänglich.
Seit 2022 wird das Patrizierhaus „Zum güldenen Krönbacken“ als Schaudenkmal entwickelt. Die Zugänglichkeit des Obergeschosses wird aktuell vorbereitet.