Carillon-Konzert mit den Erfurter Carillonneuren

29.08.2026 16:00 – 29.08.2026 17:00

Am 29. August 2026 spielen die drei Erfurter Carillonneure Tamara Bourvé, Iuliia Osintseva und Ulrich Seidel das kostenfreie Live-Konzert am Erfurter Bartholomäusturm.

Ein Mann und zwei Frauen in winterlicher Kleidung vor dem Spieltisch des Erfurter Carillons
Die drei Erfurter Carilllonneure Tamara Bourvé, Iuliia Osintseva und Ulrich Seidel Foto: © Ulrich Seidel
29.08.2026 17:00

Carillon-Konzert mit den Erfurter Carillonneuren

Genre Veranstaltung
Veranstalter Stadtverwaltung Erfurt, Bartholomäusturm
Veranstaltungsort Bartholomäusturm , Anger 52, 99084 Erfurt
workTel. +49 177 7975-493+49 177 7975-493

Weitere Informationen

Stadtbahn 1,2,3,4,5,6, Haltestelle Anger

Über Ulrich Seidel

Foto: Ulrich Seidel am Erfurter Carillon Foto: © Stadtverwaltung Erfurt - Norman Hera

Der gebürtige Erfurter Ulrich Seidel arbeitet als freier Autor, Musiker und Stadtführer in seiner Heimatstadt. Mit sieben Jahren erhielt er Geigenunterricht, erlernte als Teenager autodidaktisch Gitarre. Ende der 1990er Jahre nahm er Schlagzeug- und Klavierunterricht an der städtischen Musikschule Erfurt.

2007 entdeckte er seine Leidenschaft für das Carillon – eine Begeisterung für das Musizieren mit den großen Glocken, die stetig wuchs. Nachdem er 2010 von Franz Ludwig das offizielle Amt des Erfurter Carillonneurs übernahm, begann er 2012 an der renommierten Königlichen Glockenspielschule „Jef Denyn“ im belgischen Mechelen Carillon zu studieren. Seither spielt er regelmäßig auf dem Carillon im Erfurter Bartholomäusturm und organisiert dort jedes Jahr eine Konzertreihe mit Gastspielen in- und ausländischer Carillonneurinnen und Carillonneure.

Für Ulrich Seidel ist das Carillon nicht nur ein Instrument, sondern immer neue Inspiration und pure Freude. Der Musiker prägt das klangliche Erscheinungsbild Erfurts mit und hält die beeindruckende Tradition des Glockenspiels lebendig – sowohl im alltäglichen Automatikbetrieb als auch durch kontinuierliche Live-Aufführungen. Ziel seines Engagements ist es, die Schönheit und den Klang der Glockenmusik sichtbar zu (er)halten und weiter zu verbreiten. Ebenfalls seit 2010 fördert er die Carillon-Kunst in ganz Deutschland als Vorsitzender des Deutsche Glockenspielvereinigung e. V. und repräsentiert sie international.

Zum Erfurter Carillon

Foto: Das Erfurter Carillon im Bartholomäusturm Foto: © Stadtverwaltung Erfurt - Norman Hera

Das Carillon im Erfurter Bartholomäusturm gehört seit 1972 zum Stadtmuseum. Mit 60 Bronzeglocken zählt es zu den größeren Instrumenten dieser Art in Deutschland. Die weltweit größten Carillons sind in Kubinka (nahe Moskau, 78 Glocken), Taejon/Südkorea (77 Glocken) und Halle an der Saale (76 Glocken).

1979 entwarf der Apoldaer Glockengießer Peter Schilling das Instrument. Die 60 Glocken wurden im selben Jahr im VEB Glockengießerei Apolda gegossen.

Das Turmglockenspiel verfügt über eine Handspieleinrichtung, ein sogenanntes Stockenklavier. Der Carillonneur (Glockenspieler) sitzt vor diesem und drückt mit geballten Fäusten die Tasten des Stockenklaviers nieder. Je kräftiger er dies tut, desto lauter wird der Klang der Glocke. Der Tastaturaufbau ist einer Klaviertastatur ähnlich, jedoch sind die Abstände der Tasten zueinander wesentlich größer.