Sportstadt Erfurt – Zwischen Ruhm und Repression
Abendprogramm
Erfolg auf Knopfdruck? Der Leistungssport in der DDR war immer auch ein politisches Spielfeld. Hinter den Kulissen von Ruhm und Rekorden zog oft die Politik die Fäden, wie die aktuelle Sonderausstellung „Liebe – Leistung – Leidenschaft. Sportstadt Erfurt“ im Stadtmuseum zeigt. Im Rahmen der Veranstaltung wird dieses spannende Kapitel der Erfurter Sportgeschichte noch detaillierter, konkreter und persönlicher beleuchtet.
17:30 - 18:30 Uhr
Führung der Kuratoren durch die Sportstadt-Ausstellung im Stadtmuseum
19:00 - 21:00 Uhr
Podiumsgespräch in der Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße
Die Teilnahme ist kostenfrei möglich.
Um Anmeldung online oder per E-Mail an kas-thueringen@kas.de wird gebeten.
Eine gemeinsame Veranstaltung des Politischen Bildungsforums Thüringen der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V. und des Stadtmuseums Erfurt „Haus zum Stockfisch“ im Rahmen der Sonderausstellung „Sportstadt Erfurt“.
Das Podium eröffnet der Historiker Dr. Steffen Raßloff mit einer Einleitung zur Politisierung des Sports. Oliver Parchwitz, BStU Außenstelle Erfurt, spricht in seinem Impulsvortrag über „Fußballfans im Visier der Stasi“. Im Anschluss berichten Wolfgang Benkert, ehemaliger Fußballer des FC Rot-Weiß Erfurt, und Gesine Tettenborn, frühere Leichtathletin des SC Turbine, von ihren persönlichen Erfahrungen als Zeitzeugen. Das Gespräch führt der Historiker Dr. Michael Kummer.
Fragen und Anmerkungen seitens des Publikums sind herzlich willkommen. Im Spannungsfeld zwischen sportlichem Ehrgeiz, staatlichem Zugriff und individueller Selbstbehauptung werden Fragen diskutiert wie:
- An welchen Stellen und in welcher Form wurde politisch Einfluss genommen?
- Welche Freiräume gab es, und welchen Zwängen unterlagen Spitzensportlerinnen und Spitzensportler?
- Wie haben die politischen Vorgaben der SED den Alltag eines Leistungssportlers in Erfurt in den 1970er und 1980er Jahren geprägt?
Gefördert durch Zuwendungen des Freistaates Thüringen.