Idee und Verwirklichung: Martin Buber und die Hebräische Universität Jerusalem

19.05.2026 18:00 – 19.05.2026 19:30

Die Universität Erfurt lädt in Kooperation mit dem Netzwerk Jüdisches Leben Erfurt zu einem öffentlichen Gastvortrag von Dr. Francesco Ferrari ein, der das vielschichtige Verhältnis des österreichisch-israelischen jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber zur Hebräischen Universität Jerusalem näher beleuchtet. Der Eintritt ist frei.

Raumaufnahme vom Betsaal in der Kleinen Synagoge
Betsaal Kleine Synagoge Foto: © Norman Hera
19.05.2026 19:30

Idee und Verwirklichung: Martin Buber und die Hebräische Universität Jerusalem

Genre Veranstaltung
Veranstalter Universität Erfurt in Kooperation mit dem Netzwerk Jüdisches Leben Erfurt
Veranstaltungsort Begegnungsstätte Kleine Synagoge, An der Stadtmünze 5, 99084 Erfurt
workTel. +49 361 655-1666+49 361 655-1666

Das Verhältnis Martin Bubers zur Hebräischen Universität Jerusalem entfaltet sich über mehrere Jahrzehnte und lässt sich in vier Phasen nachzeichnen, die zusammen ein Bild von geistiger Nähe, Verantwortung und nachhaltigem Einfluss ergeben: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts prägte Buber als kulturzionistischer Denker die Idee einer jüdischen Universität als geistiges Zentrum kultureller Erneuerung. 1925 begleitete er die Eröffnung der Universität mit großer Nähe und wurde als international anerkannter Denker mit ihr verbunden, auch ohne formale Position. In den 1930er-Jahren führte ihn die Emigration nach Jerusalem in eine engere institutionelle Beziehung: Als Professor brachte er seine dialogische Philosophie in Lehre und akademisches Leben ein. Während seiner Lehrtätigkeit hatte er nachhaltigen Einfluss auf Studierende und das Selbstverständnis der Universität. Auch nach seiner Emeritierung blieb sein Denken prägend – die Universität wurde für ihn ein Ort verantwortlichen, dialogischen Wirkens.

Dr. Francesco Ferrari, ist assoziierter Fellow am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt und beschäftigt sich als Forscher seit Langem mit dem sozialpolitischen Denken des jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber.