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Übersicht und Archiv

Nationalsozialismus als Thema der Kolonialismus- und der Holocaustforschung – ein Überblick über aktuelle Kontroversen

18.11.2021 19:00 – 18.11.2021 21:00

In den letzten Jahren kam es zunehmend zu Kontroversen in der Öffentlichkeit über den historischen Status des Holocaust. Es ging dabei immer wieder um die Vorstellung, dass der Holocaust, also der millionenfache und systematische Mord an den europäischen Jüdinnen und Juden, ein singuläres Geschehen darstelle, das nicht mit den Kolonialverbrechen vergleichbar sei. Zugleich wurden die vom Deutschen Reich begangen kolonialen Verbrechen, insbesondere der Genozid an den Herero und Nama, stärker öffentlich wahrgenommen.

Buchvorstellung "Antisemitismus gegen Israel"

28.10.2021 19:00 – 28.10.2021 21:00

Die kontroversen Debatten um den BDS-Beschluss des Bundestags oder um die Äußerungen des postkolonialen Theoretikers Achille Mbembe im Frühjahr 2020 haben der Frage nach israelbezogenem Antisemitismus viel Aufmerksamkeit verschafft. Doch was ist unter Antisemitismus gegen Israel zu verstehen?

Buchvorstellung "Die fotografische Inszenierung des Verbrechens. Ein Album aus Auschwitz"

26.10.2021 19:00 – 26.10.2021 21:00

Mitte 1944 entstand im KZ Auschwitz-Birkenau eine Vielzahl von Fotografien der SS-Fotografen Bernhard Walter und Ernst Hoffmann, einem Thüringer Lehrer. Erhalten blieben die Bilder in Form eines Albums im Besitz der Holocaust-Überlebenden Lili Jacob, die es im April 1945 im befreiten KZ Mittelbau-Dora gefunden hatte.

Buchvorstellung "Das Prachtboot. Wie Deutsche die Kunstschätze der Südsee raubten"

21.10.2021 19:00 – 21.10.2021 21:00

Neben Denkmälern und Straßennamen zeugen zauberhafte Museumsobjekte von den einstigen Kolonien – doch wie sind sie zu uns gekommen und woher stammen sie? Götz Aly deckt auf, dass es sich in den allermeisten Fällen um koloniale Raubkunst handelt und erzählt, wie brutal deutsche Händler, Abenteurer und Ethnologen in der Südsee auf Raubzug gingen.

In Gottes Hand. Buchvorstellung und Gespräch mit Andor Andrási

22.09.2021 11:00 – 22.09.2021 13:00

Im Frühjahr 1944 besetzten Hitlers Armeen das verbündete Ungarn und es begann sogleich die massenhafte Deportation und Ermordung der ungarischen Juden. Gleichzeitig hielt der ungarische Pfarrer Gábor Sztehlo den Auftrag, die Kinder jüdischer Abstammung zu retten.

Stream zur Buchvorstellung "Lieben und geliebt werden. Mein Leben nach Auschwitz-Birkenau"

19.09.2021 18:00 – 19.09.2021 20:00

Im Alter von über 90 Jahren hält Éva Fahidi-Pusztai in ihrem neuen Buch Lieben und geliebt werden Rückschau auf ihr zweites Leben. Es begann, als sie nach neun Monaten im Lager Auschwitz-Birkenau und Zwangsarbeit im KZ Münchmühle, einem Außenlager von Buchenwald, als traumatisierte Überlebende des Holocaust in ihre ungarische Heimat zurückkehrte.