Mittagspause im Stadtmuseum: Kuratorenführung zum Erfurter Unionsparlament am „Tag der Demokratiegeschichte“
Das Erfurter Unionsparlament 1850 sollte nach der gescheiterten Revolution 1848/49 die Verfassung für einen deutschen Nationalstaat unter Führung Preußens ausarbeiten. Es hätte die Machtstruktur in Europa maßgeblich verändert, scheiterte jedoch und wurde bald vergessen. Seine Ergebnisse hingegen wirken bis heute nach. Das Stadtmuseum Erfurt „Haus zum Stockfisch“ erinnert an diesen Meilenstein der Demokratiegeschichte und des deutschen Einigungsprozesses mit einer Sonderausstellung samt kostenfreier Führung am 18. März 2026 um 12:00 Uhr.
Eine Teilnahme ist kostenfrei ohne Anmeldung möglich.
Am erstmaligen Tag der Demokratiegeschichte beteiligen sich im Aktionszeitraum vom 18. bis 22. März 2026 historische Orte der Demokratiegeschichte in ganz Deutschland mit einem reichhaltigen Angebot an über 200 Veranstaltungen.
Historisch betrachtet ist der 18. März ein gleich mehrfach bedeutendes Datum und damit bestens geeignet, um an die wechselvolle Demokratiegeschichte Deutschlands zu erinnern. Kein Tag steht so sehr für das jahrhundertelange deutsche Ringen um Demokratie: der Tag der Mainzer Republik 1793, der Revolution von 1848 und der ersten freien Volkskammerwahl in der DDR im Jahr 1990.
Der neue Aktionstag wurde initiiert von der Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Orte der Demokratiegeschichte. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.