Neue Führungsangebote im Erfurter Stadtmuseum
Ab sofort finden in regelmäßigem Turnus öffentliche Führungen im Stadtmuseum Erfurt „Haus zum Stockfisch“ statt. Eine Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich.
Ab sofort finden in regelmäßigem Turnus öffentliche Führungen im Stadtmuseum Erfurt „Haus zum Stockfisch“ statt. Eine Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich.
Vom 5. bis 26. März 2026 laden die „34. Jüdisch-Israelischen Kulturtage Thüringen“ zu einem vielfältigen, überraschenden und lebendigen Programm aus Musik, Kunst, Literatur und Wissenschaft mit insgesamt 80 Events in 16 Thüringer Orten ein.
Die 34. Jüdisch-Israelischen Kulturtage Thüringen werden am Donnerstag, 5. März 2026, um 19:30 Uhr wie geplant mit einer feierlichen Eröffnung im Atrium der Stadtwerke Erfurt beginnen. Das bekräftigt die Festivalleitung angesichts der dramatischen Eskalation des Konflikts zwischen Israel und Iran, der zur weiträumigen Sperrung des Luftraums über dem Nahen Osten bis mindestens 7. März geführt hat.
Die beliebte Veranstaltungsreihe „Arain! Der Erfurter Synagogenabend“ startet in das neue Jahresprogramm. Zum Auftakt lädt das Netzwerk Jüdisches Leben Erfurt am Dienstag, dem 3. März 2026, um 18:30 Uhr zum Vortrag von Christoph Lobinger, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, in die Alte Synagoge ein. Er referiert zum Thema „Verlorenes Erbe wieder aufgedeckt – bodendenkmalpflegerische Maßnahmen im Bereich der mittelalterlichen Synagoge und des ersten jüdischen Viertels in Rothenburg ob der Tauber“. Der Einlass erfolgt ab 18:00 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei.
83 Jahre nach der Deportation der Sinti und Roma aus Erfurt hat die Forschung neue Erkenntnisse über dieses Verbrechen an einer häufig vergessenen Opfergruppe erzielt. Sie werden vorgestellt bei der thematischen Führung durch die erneuerte Dauerausstellung „Techniker der ‚Endlösung‘“ am 4. März um 17 Uhr im Erinnerungsort Topf & Söhne. Dabei wird auch die Mittäterschaft der Firma J. A. Topf & Söhne am Völkermord an den Sinti und Roma in Auschwitz-Birkenau thematisiert. Das Erfurter Unternehmen stellte der SS leistungsstarke Öfen für die Beseitigung der Leichen zur Verfügung und zögerte nicht, technische Lösungen zur „Optimierung“ des Mordens in den Gaskammern zu liefern.
Die Ausstellung „Mirjam Pressler – Schreiben ist Glück“ in Erfurt geht weiter und startet ab Mitte Februar mit weiteren Angeboten im Begleitprogramm. Die dreigeteilte Sonderschau über das Werk und Leben der preisgekrönten Autorin, Übersetzerin und Malerin ist noch bis 31. Mai 2026 in der Galerie Waidspeicher, der Alten Synagoge und der Kleinen Synagoge zu sehen. Mit dem Eintrittsticket sind alle drei Ausstellungsorte gleichermaßen zugänglich.
Kunst entdecken, Geschichte spüren, Natur erleben – das neu veröffentlichte Sonderausstellungsheft bündelt die spannende Vielfalt an Ausstellungen in den Erfurter Museen von Februar bis Juli 2026 in einer Broschüre. Zudem beinhaltet das aktuelle Heft auch einige gesonderte Veranstaltungsempfehlungen. Hier ist für jeden etwas dabei – egal ob Kunstliebhaber, Geschichtsinteressierte oder Naturfreunde. Die Kulturangebote eignen sich für Alleingenießer, Paare, Gruppen, Kinder und Familien.
Die städtischen Museen haben ein abwechslungsreiches Ferienprogramm voller kreativer und informative Mitmachangebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zusammengestellt. Interessierte Ferienkinder und Familien können sich auf jede Menge Do-it-yourself und neues Wissen freuen. Anmeldungen sind ab sofort in den jeweiligen Häusern möglich.
Aufgrund umfassender Bau- bzw. Instandhaltungsmaßnahmen muss die Kleine Synagoge im Februar 2026 länger geschlossen bleiben.
Nach einer deutlichen Steigerung der Besucherzahlen blickt die Erfurter Kulturdirektion tatkräftig auf das Jahr 2026. Rund 200.000 mehr Menschen als im Jahr zuvor haben 2025 die städtischen Veranstaltungen besucht. Die Museen und Ausstellungen verzeichnen einen Zuwachs von rund 28.000 Besuchern. Daneben wurden weitere Meilensteine in der Planung der langfristigen städtischen Kulturbauprojekte abgeschlossen. Sie bilden die Grundlage für richtungsweisende künftige Stadtratsbeschlüsse. In den Ausstellungsräumen auf dem Petersberg erwarten die Besucher 2026 vielfältige und partizipative Kulturformate. Die Museen setzen unter anderem auf Erfurter Sportgeschichte, Frauen in Kunst und Gesellschaft sowie interaktive Ausstellungen.