Veranstaltungen

Übersicht und Archiv

Von der Bedeutung der Mittäterschaft. „Freiwillige“ Mitwirkung bei nationalsozialistischen Verbrechen

06.12.2022 18:00 – 06.12.2022 20:00

Seit den 2010er Jahren geht die deutsche Justiz auch gegen jene Personen vor, die zur Ermöglichung und Verwirklichung der nationalsozialistischen Verbrechen beigetragen haben. Nicht nur sogenannte Haupttäter wie KZ-Kommandanten, sondern auch Aufseher und selbst Sekretärinnen, die zur Ausübung ihres Berufes keinen unmittelbaren Kontakt mit Inhaftierten hatten, müssen sich nun ihrer historischen Verantwortung stellen. Am Beispiel dieser Personengruppe der Mittäter/-innen diskutieren Historiker/-innen im Rahmen der Veranstaltung über den Aspekt der Freiwilligkeit im Kontext nationalsozialistischer Verbrechen.

7. Königsgambit-Gedenkturnier

19.11.2022 09:30 – 19.11.2022 16:00

Schon zum siebten Mal treffen sich Schachspieler und Schachspielerinnen während der Gedenktage an die Novemberpogrome 1938 im Erinnerungsort Topf & Söhne, um einen jüdischen Schachgroßmeister zu ehren und mit Spielfreude an den großen jüdischen Beitrag zur internationalen Schachkultur zu erinnern.

84 Jahre nach der Zerstörung im Novemberpogrom: Die Große Synagoge Erfurt in Virtual Reality mit einer VR-Brille erkunden

09.11.2022 16:00 – 09.11.2022 19:00

"Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es etwas 2.800 Synagogen und Betstuben in Deutschland. Davon wurden […] weit über die Hälfte zerstört, der größte Teil während der Nacht vom 9. November 1938, ein weiterer Teil durch Kriegseinwirkungen. […] Die Erinnerung an eine einst blühende Baugattung in Deutschland ist seither nahezu ausgelöscht".

Buchvorstellung: Sonderbehandlung. Meine Jahre in den Krematorien und Gaskammern von Auschwitz

08.11.2022 19:00 – 08.11.2022 21:00

Filip Müller (1922-2013) ist eine Ausnahme unter den wenigen Überlebenden der jüdischen Sonderkommandos in Auschwitz-Birkenau, die Zwangsarbeit in den Gaskammern und an den Leichenverbrennungsöfen leisten mussten. Der in der Tschechoslowakei geborene Müller war nicht nur der einzige Zeuge unter den Sonderkommando-Häftlingen, der schon 1942 in den Krematorien eingesetzt war, sondern er war auch der erste Überlebende dieses Kommandos, der 1979 ein Buch über seine Erinnerungen veröffentlichte.

Geschichte inklusiv. Öffentliche Führung in Leichter Sprache in der Sonderausstellung "Täter, Opfer, Zeugen. Die „Euthanasie“-Verbrechen und der Prozess in Dresden 1947"

08.10.2022 11:00 – 08.10.2022 12:00

Die Führung wird von Barrierefrei erinnern – Das Zentrum für Thüringen gestaltet und möchte Menschen mit Beeinträchtigung und Menschen mit Sprachbarrieren bestärken, sich mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander zu setzen. Wir sprechen über die Zeit des Nationalsozialismus und über die NS-"Euthanasie".

Hört die Zeugen. Das Leben des Pavel Taussig

12.09.2022 19:00 – 12.09.2022 20:00

Gespräch mit Pavel Taussig, Überlebender von Auschwitz und Mauthausen. Mit Premiere eines Kurzfilms von Eva Stocker über Pavel Taussig. Moderation: Priv.-Doz. Dr. Annegret Schüle, Oberkuratorin am Erinnerungsort Topf & Söhne, und Martin Kranz, Intendant der Achava-Festspiele Thüringen

70 Jahre Neue Synagoge Erfurt

31.08.2022 10:00 – 31.08.2022 18:00

Herzlichen Glückwunsch an die Jüdische Landesgemeinde Thüringen zum Jubiläum!

Eröffnung der Sonderausstellung "Täter, Opfer, Zeugen. Die „Euthanasie“-Verbrechen und der Prozess in Dresden 1947"

10.06.2022 18:00 – 10.06.2022 21:00

Etwa 300.000 Menschen mit geistigen, psychischen oder körperlichen Beeinträchtigungen wurden von 1939 bis 1945 in Deutschland und in den besetzten Gebieten ermordet. Die Nationalsozialisten trieben damit die seit Beginn des 20. Jahrhunderts geführte Diskussionen um "unwertes Leben" zur Konsequenz des Massenmords, den sie mit dem Begriff "Euthanasie" (deutsch: "schöner Tod") verschleierten.

Die NS-Belastung des Bundesarbeitsgerichts – eine Bilanz zur personellen Kontinuität

24.05.2022 19:00 – 24.05.2022 21:00

Beginnend mit dem Auswärtigen Amt wurde in den vergangenen Jahren die Belastungsgeschichte zahlreicher bundesrepublikanischer Institutionen aufgearbeitet. Welche persönlichen und sachlichen Kontinuitäten zur NS-Zeit gab es? Wie gingen und gehen die Einrichtungen mit dieser Belastung um? Mit dem Rosenburg-Projekt hat das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Maßstäbe in der Beantwortung dieser Fragen gesetzt.

Lange Nacht der Museen im Erinnerungsort Topf & Söhne: Vielfalt entdecken, Haltung zeigen

13.05.2022 18:00 – 13.05.2022 23:00

Entdecke die Sterne lautet das Motto zur Erfurter Langen Nacht der Museen. Was heißt das für den Erinnerungsort auf dem ehemaligen Firmengeländer der Ofenbauer von Auschwitz, der die Stadtgeschichte mit dem Menschheitsverbrechen der Shoah verbindet? Wir laden ein zu einer multimedialen Begegnung mit Geschichte und Gegenwart, die hinschaut und reflektiert, worauf es ankommt: Mitmenschlichkeit, Respekt und Toleranz. Als ein großer Schatz kann unsere Sonderausstellung Évas Apfelsuppe oder der Duft von Heimat. Eine Hommage an Éva Fahidi-Pusztai und das Leben entdeckt werden. Der Abend bietet eine der letzten Gelegenheiten, die bald zu Ende gehende Präsentation über die Auschwitz-Überlebende zu besuchen, dabei eine wunderbare Frau kennenzulernen und ihrer tiefen Weisheit und Menschlichkeit zu begegnen.


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