Veranstaltung: 02.07.2026 19:00
– 02.07.2026 21:00
Kategorie: Bildung, Geschichte, Topf und Söhne
Vor 170 Jahren gründete die jüdische Familie Simson ein Unternehmen zur Produktion von Waffen und Fahrrädern in Heinrichs bei Suhl. Die Nationalsozialisten enteigneten die Simsonwerke 1935, die Besitzer konnten ihr Leben nur durch die Flucht in die USA retten. Die später in der DDR im Nachfolgeunternehmen hergestellten Zweiräder wie die SR1, die Schwalbe und die S51 sind bis heute Kult. Als die Simson-Familie in den USA davon erfuhr, dass die AfD Simson als „Ausdruck ostdeutscher Identität“ zum immateriellen Kulturerbe erklären lassen will und den Kult um Simson-Mopeds im Thüringer Wahlkampf nutzte, erklärte der Sprecher der Familie Dennis A. Baum im Januar 2026: "Wir empfinden jegliche Verbindung mit der AfD als abstoßend und als eine Beleidigung unseres Namens". Über die Geschichte der jüdischen Familie Simson sprechen auf dem Podium: Dennis A. Baum, Sprecher der Simson-Familie, Herbert Warth, Rechtsanwalt und Wirtschaftsberater der Familie Simson, und Johannes Gräßer, Projektverantwortlicher Tacheles mit Simson, Jüdische Landesgemeinde Thüringen Moderation: Prof. Dr. Annegret Schüle, Leiterin Erinnerungsort Topf & Söhne
Weiterlesen